Institut für benediktinische Studien - Salzburg
"Arbeit - Gebet - Lesung"
Von 22. bis 26. November 2010 nahmen zwei Schwestern an einer Tagung
des Institutes für benediktinische Studien in Salzburg, unter der
Leitung von Sr. Michaela Puzicha OSB, teil.
Die diesmalige Tagung stand unter dem Motto "Arbeit, Gebet, Lesung -
zu bestimmten Zeiten", gemäß der Regel des Hl. Benedikts. Da diese
drei Aspekte an bestimmte Zeiten gebunden ist, ergibt sich als
Konsequenz eine gewisse Spannung, die es im monastischen Leben zu
meistern gibt. Dabei wurde auf die Tradition der Väter und den
Wurzeln des monastischen Mönchtums zurückgegriffen, als auch die
Gesinnung Benedikts.
Arbeit, Gebet und Lesung (lectio divina) prägen und bestimmen den
Tagesablauf im Kloster.
Bei Benedikt ist Platz für das gemeinschaftliche Chor- bzw.
Stundengebet, als auch für dar persönliche Gebet. Den sinnvollen
Wechsel zwischen Gebet und Arbeit kannten schon die Wüstenväter.
Benedikt geht davon aus, dass der Mönch von seiner Hände Arbeit
leben soll. Seine Arbeit ist ein Dienst an der Gemeinschaft, bei der
es nicht so sehr auf das "was arbeite ich", sondern auf das "wie
arbeite ich" ankommt.
Die tägliche Lesung der Hl. Schrift meint ein Meditieren, ein
"wiederkauen" des Wortes Gottes, bis man es im Herzen immer mit sich
trägt. Die geistliche Lesung ist ein in-Beziehung treten mit dem
Wort (logos) selbst - mit Christus.
Benedikt legt großen Wert auf die Eigenverantwortung des Mönches.
Auch viele weitere Aspekte im täglichen Leben des Mönches benötigen
ihre Zeit und sind ebenfalls geregelt: Mahlzeiten, Schlafenszeiten,
Pausen, Zeit für geistliche Gespräche, ...

Sr. Michaela Puzicha OSB
►
Die Regula Benedicti