Zeitliche Profeß von Sr. M. Faustine Malodobry
und Sr. M. Nathanaela Gmoser

Als wir beim diesjährigen
Tag des geweihten Lebens den Wiener Weihbischof Mag. Stephan
Turnovszky begrüßten und kennenlernten (wir
haben berichtet) , luden wir ihn zu einem Besuch in unsere
Gemeinschaft ein. Das dies so schnell gehen kann, hätten wir nicht
gedacht. Kaum zu Hause angekommen, flatterte schon eine eMail vom
Hrn. Weihbischof zu uns, dass er sich sehr gefreut hätte, uns
kennenzulernen und gerne kommen würde. So wurde ein Termin
vereinbart. Zu unserer großen Freude übernahm Weihbischof Turnovszky
somit die Erstprofeß unserer beiden Novizinnen Sr. M. Faustine
Malodobry und Sr. M. Nathanaela Gmoser.
Am 20. Mai 2010 legten Sr. M. Faustine und Sr. M. Nathanaela im
Rahmen einer Heiligen Messe ihre erste, zeitliche Profeß für zwei
Jahre ab. Weiters feierten
Militärpfarrer Major Dr. Harald Tripp und P. Irenäus
Toczydlowski OFM (Franziskaner,
Graz) sowie Frater Coelestin Nebel OCist, Frater Damian Lienhart
OCist
(beide
Stift Heiligenkreuz) und Arno Telesklav (Novize,
St.
Johannesgemeinschaft Philippines) die Hl. Messe und Professfeier
mit.
Die Profeß ist vor allem ein Akt des Glaubens, die völlige Übergabe
an Gott durch die Ablegung der Gelübde. Die Ordensgelübde sind ein
vor Gott und der Kirche öffentlich gemachtes Versprechen zur
ständigen und unmittelbaren Nachfolge des Herrn in der klösterlichen
Gemeinschaft. Das Gelöbnis der Profeß beinhaltet die vorbehaltlose
Gottsuche in der Form der Evangelischen Räte, und zwar nach der
Regel des hl. Benedikt.
So gelobten unsere Novizinnen für zwei Jahre Beständigkeit (stabilitas),
klösterlichen Lebenswandel (conversatio morum) und Gehorsam (obodientia)
und bezeugen somit ihre engere Bindung an Christus in unserer
Gemeinschaft.
Nach dem sie im „Veni creator“ um den Beistand des hl. Geistes
baten, wurden die Novizinnen nach ihrer Bereitschaft gefragt. Jede
las ihre Professurkunde vor und unterschrieb diese am Altar (=
Symbol für Christus), die Urkunden blieben während dem Hl. Messopfer
auf dem Altar liegen. Danach sangen sie den benediktinischen
Professgesang:
„Suscipe me, Domine secundum eloquium tuum et vivam,
et ne confundas me ab expectatione mea“
(Nimm mich auf, o Herr, nach deinem Wort, und ich werde leben,
lass mich in meiner Hoffnung niemals scheitern).
Anschließend wurden ihnen die gesegneten Professzeichen übergeben:
der schwarze Schleier, das Professkreuz und der weiße Kranz.
Nach der Professfeier wurde unseren Neuprofessinnen ausgiebig
gratuliert, ehe wir gemeinsam Mahlgemeinschaft hielten.
Wir danken Gott für diesen freudigen Tag!
Unsere Gelübde gründen in der
ratenden und werbenden Liebe des Herrn
und zielen auf eine wachsende und personale
Durchdringung unseres Menschseins
aus dem Geist des Evangeliums,
die uns dem „neuen Menschen“ Jesus Christus
ähnlich werden lässt.“
(Documentum
Spirituale der Benediktinerinnen der Anbetung, II. 7)
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FOTOS
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Artikel über die Profess - Stift Heiligenkreuz