„Mit geistlicher Sehnsucht und Freude
sollen wir das heilige Osterfest erwarten“

So lautet der Vers 7 im
49. Kapitel der Regel des Hl. Benedikt. In ihrem Kommentar zur
Benediktusregel weist Schwester Michaela Puzicha darauf hin, dass
mit dem Osterfest keinesfalls nur das jährliche Feiern des Leidens
und der Auferstehung Christi gemeint ist. Vielmehr deutet die
Formulierung auf Christus selbst hin. Er ist ja auch der eigentliche
Grund unserer Freude und Sehnsucht.
Paulus lässt diese Vorfreude, diese Sehnsucht im ersten Brief an die
Thessalonicher anklingen: „Dann werden wir IMMER beim Herrn sein.“
(1. Thess 4,17). Das ist das Ziel unseres Lebens! Das ist der Grund
unserer Freude! Unser Leben eine Vorbereitungszeit auf das ewige
Ostern. Dazu sind wir aufgefordert, unser Leben in Erwartung des
ewigen Ostern zu gestalten. Christus nachzufolgen bedeutet zu
sterben und eines Tages aufzuerstehen. Die Freude der Auferstehung
dürfen wir bereits hier auf Erden ein wenig vorkosten, doch sie ist
keinesfalls vergleichbar mit dem, was uns im Himmel erwartet. Es
kann nur ein Vorgeschmack sein, der unsere Sehnsucht nach dem ewigen
Ostern immer wieder neu weckt.