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Klösterliche Gemeinschaft
- ... eine Schule für den Dienst des Herrn
Urbild und Vorbild unserer
klösterlichen Gemeinschaft ist das Leben der Urgemeinde; von ihr heißt es: "Sie
waren ein Herz und eine Seele" (Apg 4,32); "sie verharrten einmütig
im Gebet" (Apg 1,14); "sie brachen in ihren Häusern das Brot und
hielten miteinander Mahl in Freude und Einfalt des Herzens" (Apg 2,46);
"sie hatten alles gemeinsam" (Apg 2,44. 4,32. RB 33,6).

Das Band der Einheit unserer
geistlichen Gemeinschaft bildet die gemeinsame und gleiche Berufung, das
Geschenk der Nachfolge Christi, die Suche nach Gott und seinem Reich, die
Verbundenheit mit Jesus Christus, die Liebe zum Bruder und zur Schwester.
Eine geistliche Gemeinschaft ist eine Gemeinschaft im Hl. Geist und aus dem
Hl. Geist; sie besteht dort, wo sie geschieht und gelebt wird. Die
Gemeinschaft, in der wir leben, ist in erster Linie Geschenk und Gabe Gottes
worüber wir uns freuen und wofür wir danken sollen.

Die Quellen, aus denen sich unsere
Freude an der geistlichen Gemeinschaft nährt, sind das gemeinsame und
persönliche Gebet, die Feier der Liturgie, vor allem die hl. Eucharistie,
das gegenseitige Zeugnis des Glaubens, das gemeinsame Dienen, Schweigen und
Gespräch, herzliche Schwesterlichkeit, natürlicher Frohsinn, Geduld und
Vergebung, die Anerkennung der Talente und Gaben der einzelnen und ihr
Einsatz zum Wohl der Gemeinschaft.
(Documentum spirituale, III S. 16,
Unser Leben)
Eine benediktinische Familie ist
keine Familie aus Fleisch und Blut, sondern eine Familie aus dem Hl. Geist und seiner Gnade. Sie ist einer Familie insofern ähnlich, als dass
die einzelnen Mitglieder ein Leben lang zusammen leben.

In der Provinz in Wien leben wir in zwei Klöstern:
Im Provinzhaus St. Benedikt in der Liebhartstalstraße und in der
Niederlassung St. Rafael, Molitorgasse. In der Molitorgasse leben
sechs Schwestern. In St. Benedikt leben derzeit 23 Schwestern. Drei Schwestern davon gehört zum Noviziat,
fünf weitere zum Juniorat (= Schwestern bis zur Ewigen Profess). In beiden
Häusern führen wir eine sozialpädagogische Einrichtung für geistig- und mehrfachbehinderte Kinder.
„Für
die einzelnen wie für die Gemeinschaft ist es wesentlich zu wissen, wie man
in seinem Glauben, seiner Identität und seiner Gemeinschaft verwurzelt
bleiben und gleichzeitig wachsen kann: sein Leben den anderen hingeben und
es von ihnen empfangen.
Öffnen sie sich im Glauben einerseits der
mystischen Dimension, das heißt der Erfahrung der Liebe Gotes, die in der
Gemeinschaft und im Herzen jedes einzelnen gegenwärtig ist, und andererseits
dem, was alle menschlichen Wesen eint, vor allem aber den Armen, den
Schwachen und Unterdrückten, dann werden schließlich auch ihre Herzen weit.“
(Jean Vanier, Gründer der
Communaute de l'Arche)
"Wer aber im klösterlichen Leben und im Glauben fortschreitet,
dem wird das Herz weit, und er läuft in unsagbarem Glück der Liebe
den Weg der Gebote Gottes."
(Regula
Benedicti - Prolog 49)

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