|
Geschichte und Entstehung unserer
Gemeinschaft
Unsere Kongregation wurde
1851 im
Elsass (Frankreich) gegründet.
Im März dieses Jahres kamen die ersten drei Kandidatinnen zu unserem
Gründer Abbè Alois Faller. Der Priester sammelte in dem kleinen Dorf
Bellemagny zwischen Mühlhausen und Belfort (Frankreich) junge Mädchen um
sich, um eine Anbetungsgemeinschaft zu gründen. Diese sollte, neben der
Anbetung, in benediktinischer Spiritualität leben und sich der
Jugenderziehung und Werken der Nächstenliebe widmen.
Unser Gründer Abbè Alois
Faller
Gleich nach der Gründung breitete
sich die junge Gemeinschaft in zahlreichen Niederlassungen in Frankreich
aus. 1903 wurde von Bellemagny aus die österreichische Provinz
gegründet.
Im Jahre 1903 suchte man in
Wien, der Hauptstadt des Habsburgischen Kaiserreiches, geistliche
Schwestern, um den Pflegedienst im Kinderheim Gersthof zu übernehmen. Der
mit der Suche beauftragte Landesinspektor gelangte bis ins ferne Elsass,
nach Bellemagny. Von der damaligen Generaloberin, Mutter Eustelle, erreichte
er die Entsendung von 18 Schwestern nach Wien, denen spätr weitere 24
nachfolgten. Am 17. Februar 1903 konnten die Schwestern den Pflegedienst
übernehmen. Einige Jahre später wurde in Wien das Zentralkinderheim erbaut,
dessen Betreuung ebenfalls den Schwestern der Kongregation aus dem Elsass
übertragen wurde.
Politische und wirtschaftliche Gründe führten dazu, dass im Jahre 1923 die
Niederlassung in Gersthof zur Provinz mit eigenem Noviziat erhoben wurde. Da
die Errichtung eines Noviziates im Zentralkinderheim nicht möglich war,
brachte man die Novizinnen von 1923 bis 1926 im so genannten „Faniteum“, dem
Schloss des Grafen Lanckoronsky, im 13. Bezirk unter. In diesem befand sich
zur damaligen Zeit ein Kinderheim der Caritas Wien für erholungsbedürftige
Kinder. Im Jahre 1926 wurde das Noviziat in das vom Caritasverband erworbene
Haus St. Rafael in der Molitorgasse 13, im 11. Bezirk, verlegt. Damals war
bereits abzusehen, dass die politische Entwicklung ein Verbleiben der
Schwestern im Zentralkinderheim nicht erlauben würde. So suchten sie sich
eine neue Wirkungsstätte.
Im
Jahre 1930 wurde in der Liebhartstalstraße im 16. Bezirk ein Haus zum Kauf
angeboten, das die Schwestern erwarben. Nach notwendigen Umbauten und
Renovierungsarbeiten konnten im Jahre 1933 die ersten Schwestern einziehen.
Im
Jahre 1939 folgten ihnen die verbliebenen 15 Schwestern aus dem
Zentralkinderheim. Außer der Kindertagesstätte der Caritas in St. Rafael
leiteten die Schwestern mehrere Jahre den Kindergarten der Pfarre Starchant
im 16. Bezirk. Nach dem 2. Weltkrieg, am 13. Juli 1946, erhielt die Provinz
die kirchliche Genehmigung, das Noviziat aus St. Rafael in das nunmehrige
Priorat „St. Benedikt“ in der Liebhartstalstraße 52 zu verlegen.
Im Jahre 1948 wurde ein
Anbau errichtet, um die notwendigen Räumlichkeiten für die Einrichtung eines
Kinderheimes zu schaffen. Dieses Kinderheim konnte im Jahre 1949 eröffnet
werden. Seit dieser Zeit betreuen die Schwestern der Wiener Provinz in den
beiden ordenseigenen Heimen St. Benedikt in der Liebhartstalstraße und St.
Rafael in der Molitorgasse, geistig und mehrfachbehinderte sowie
lernschwache und verhaltensauffällige Kinder.
Aus:
„Die Benediktinerinnen der Anbetung von Bellemagny (Bellemagny/Dijon – Wien
– Neustift, Verena
Friedrich – Kunstverlag Peda
– Passau)
►
Fotos von früher
Unser Haus im
Liebhartstal heute:
 |