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Unsere
Spiritualität
"Es
lebte ein verehrungswürdiger Mann.
Er hieß Benedictus.
Der Gnade und dem Namen nach war er ein Gesegneter."
(Dialoge des hl. Gregor, Buch II, 1)
Als Benediktinerinnen der
Anbetung gehören wir der großen benediktinischen Familie an, deren
Spiritualität auf der Regel des
Hl. Benedikt und dem
monastischen Leben
basiert.
Schon seit 1500 Jahren ist der hl. Benedikt
als eine geheimnisvolle Persönlichkeit bekannt. Obwohl wir einen Alten mit
langem grauen Bart und schwarzer Kapuze vor Augen haben, bleibt er doch ohne
Gesicht. Die einzige Quelle über sein Leben ist das II. Buch der Dialoge des
hl. Papstes Gregor des Großen. Er hat sie ungefähr 50 Jahre nach Benedikts
Tod verfasst.
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Benedikt wurde in Nursia in der Provinz Umbrien ca. 480 n. Chr. geboren.
Er entstammte einem angesehenen Geschlecht. Als junger Mann ging er nach
Rom, um die freien Künste zu studieren. Bald aber verließ er die ewige
Stadt und zog sich in eine Höhle in Subiaco zurück. Romanus, ein Mönch
aus einem nahegelegenen Kloster, versorgte ihn mit Essen. Dort lebte er
in der Einsamkeit für 3 Jahre, mit "dem, der ihn aus der Finsternis ins
wunderbare Licht gerufen hat".
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Mit der Zeit kamen immer mehr junge Männer. So entstanden die ersten
Klöster. Um das Jahr 528 zog er mit seinen Mönchen nach Montecassino und
blieb dort. Über sein Leben gibt es viele Wunderberichte.
Das Denkmal, das er uns selbst hinterlassen hat, ist die
Regel.
"Wer sein Wesen und sein Leben genauer kennenlernen will, kann in den
Weisungen dieser Regel alles finden, was er als Meister vorgelebt hat.
Der
heilige Mann konnte gar nicht anders lehren, als er lebte."
(Dialoge des hl.
Gregor, 2. Buch, 36)

Der Hl. Benedikt und die Hl.
Scholastika
Monastisches Leben
Die Berufung einer Benediktinerin ist die Berufung zum monastischen Leben.
Was bedeutet das? Das Wort "monos" (Mönch) bestimmt diesen, der in der
Einsamkeit lebt. Es handelt sich nicht um die Einsamkeit im äußeren Sinn,
sondern um das Leben mit und in Gott - in unserem Herzen, in unserer inneren
Kammer.
Du aber
geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu;
dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist.
(Mt 6,6)
In Gott leben,
in Gott zu sein ist der Grund des monastischen Lebens.
Was noch für die monastische Spiritualität bezeichnend ist:
Metanoia: tägliche Umkehr, Tag für Tag bereit zu sein, sich von Gott
verändern zu lassen.
Pax benedictina: Frucht der Metanoia. Tiefer Friede des Herzens, der von
Gottes Gnade ausströmt.
Ora et labora: bete und arbeite. Das ist tief verwurzelt in der
benediktinischen Tradition. Wir bemühen uns nicht zu vergessen, dass das
Wichtigste dabei "et" ist, das heißt: Maß halten und das Gleichgewicht zu
suchen zwischen Gebet und Arbeit.

Die Benediktinerabtei Ettal hat auf ihrer
Website eine Online-Ausgabe der beiden Quellen aus denen wir
Benediktinerinnen unsere Spiritualität schöpfen. Die Regula Benedicti als
auch die Dialoge sind symbolisch zu lesen. Wir müssen uns in die damalige
Zeit hineinversetzen. Die Zeit ändert sich - aber die Werte bleiben.
- Die Regel des Hl. Benedikt
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II. Buch der Dialoge des Hl. Papstes Gregor dem Großen
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