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Unser Tagesrhythmus
Viele Menschen suchen heute nach
einem geordneten Lebens- und Tagesrhythmus, der aber auch frei ist von
Routine und Langeweile. Von Natur aus sind wir zum Leben in einem Rhythmus
geschaffen, denken wir hier an die Jahreszeiten, die immer wiederkehren, und
auch an den Tag und die Nacht, die sich abwechseln, wo der Mensch Phasen der
Ruhe und Phasen der Aktivität erlebt.
Auch der Jahreskreis der Liturgie gibt
uns einen Rhythmus vor.
Von den Anfängen des gemeinsamen Ordenslebens an, bemühten sich Schwestern
und Mönche um einen ausgeglichenen Tag. Besonders der Hl. Benedikt suchte
einen Rhythmus in der Abwechslung zwischen Arbeit, Gebet und geistlicher
Lesung. Somit leben auch wir nach einem Rhythmus, der unseren Tag ordnet und
das gemeinsame Leben ermöglicht: Gebet, Arbeit, Betrachtung, Erholung und
gemeinsame Mahlzeiten.

"Vom
Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang
sei der Name des Herrn gelobt."
(Ps 113,3)
Jeder Tag ist von Gott geschenkte
Gnade.
Deshalb beginnen und beenden wir jeden Tag mit dem Stehen vor Gottes
Angesicht, mit dem Gebet.
In der Regel sieht unser Tagesrhythmus folgendermaßen aus:
(neue Regelung ab 30. Juli 2011)
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Wochentag |
Sonn-
und Feiertag |
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05:35 |
Vigil |
05:50 |
Vigil und
Laudes |
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06:05 |
Hl. Messe |
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Betrachtung |
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06:45 |
Laudes |
07:00 |
Hl. Messe |
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Aussetzung
des Allerheiligsten |
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Aussetzung
des Allerheiligsten |
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07:15 |
Frühstück
(frei) |
anschl. |
Frühstück
(gemeinsam) |
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Betrachtung/Geistl. Lesung |
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08:15 |
Beginn der
Arbeitszeit |
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11:40 |
Mittagshore
Terz + (1) Sext/Non |
11:40 |
Mittagshore
Terz + (1) Sext/Non |
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anschl. |
Mittagessen |
anschl. |
Mittagessen
(mit Lesung u. Erholung) |
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12:30 |
Erholung |
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13:00 |
Beginn der
Arbeitszeit |
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16:45 |
Rosenkranz |
16:45 |
Rosenkranz |
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Einsetzung
des Allerheiligsten |
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Einsetzung
des Allerheiligsten |
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17:15 |
Nachtmahl |
17:15 |
Nachtmahl |
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18:30 |
Vesper |
18:30 |
Vesper |
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19:00 |
Erholung |
19:00 |
Erholung |
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19:30 |
Komplet |
19:45 |
Komplet |
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19:45 |
Nachtruhe |
20:00 |
Nachtruhe
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Heutzutage behaupten viele Leute, dass das Leben im Kloster sehr langweilig
und monoton ist, mit so einem Tagesplan kann man sehr schnell in eine
Routine geraten. Das stimmt nicht!
Kann man bei den immer
wiederkehrenden Jahreszeiten sagen, dass der Frühling, der jedes Jahr kommt,
langweilig und den Jahren vorher gleicht? Wenn wir im Hier und Jetzt
leben mit weit offenen Augen des Herzens gibt es keinen Platz für Monotonie
und Routine!
Jede Schwester hält außerdem täglich eine Stunde
Anbetung vor dem Allerheiligsten.
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